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Spielertrainer Philipp Rödel, Joris Rießner, Lukas Will, Johannes Söllner, Leo Eisele, Tim Renner, Tom Freiburg, Jonas Ottolinger, Lukas Tremel Maximilian Rödel, Spielertrainer Cornelius John
Jonathan Rießner, Pascal Böhmer, Philipp Mahler, Mario Macheleid, Wolfgang Schulze, Manuel Fiedler, Moritz Tremel, Leon Geuer
 

Lichtenfelser spielen freiwillig eine Liga tiefer - TSL-Herren im Umbruch / Hillebrand beendet Zusammenarbeit

Geschrieben von Heike Günther

Die erste Herrenmannschaft der TS Lichtenfels hat sich in der zurückliegenden Handballsaison mit aller Macht gegen den Abstieg aus der Bezirksoberliga gestemmt und den Klassenerhalt schließlich im vergangenen Mai gesichert. Umso überraschender erreicht die oberfränkischen Handballinteressierten nun die Nachricht, dass sich die TS Lichtenfels wegen diverser Gründe freiwillig aus dieser Liga verabschiedet, um ab Herbst in der niedrigeren Bezirksliga an den Start zu gehen.

Nutznießer dieser Entscheidung ist übrigens der TV Ebern, der nun weiterhin für die Bezirksoberliga planen kann.

Freilich spielte die Amtsniederlegung von TS-Trainer Uli Hillebrand auch eine Rolle, wenngleich nicht die ausschlaggebende. Hillebrand hat sich von seiner Mannschaft schon Ende Mai nach nur einem Jahr Tätigkeit freundschaftlich getrennt. "Schade, dass Uli geht. Er hat sehr gute Arbeit geleistet", äußert sich TS-Abteilungsleiter Luggi Scherer über das Trainer-Aus des Bambergers.

Der Abteilungschef erklärt auch das Hauptmotiv für die Maßnahme: "Aus beruflichen bzw. privaten Gründen verlassen Joris Rießner, Nevin Opitz, Andreas Kraus und Alexander John die Mannschaft." Und weiter: "Ich denke, dass es dem Männerteam insbesondere in dieser Situation, aber letztlich auch grundsätzlich, guttun wird, nicht gegen den Abstieg und ohne permanenten Druck zu spielen."

Natürlich bedauern Scherer und das gesamte Team diesen Schritt auch. Vor allem gegenüber den vielen Anhängern, die nicht unerheblichen Anteil am Klassenerhalt hatten. "Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung. Psychologisch ist es von zentraler Bedeutung, dass uns die Fans auch weiterhin so zahlreich anfeuern und die Treue halten", so Scherer. "Wir wollen die jungen Spieler aus der A-Jugend im Team integrieren, was in der Bezirksliga klar leichter gelingen kann."

Bleibt die Frage, wer diese künftige Bezirksliga-Mannschaft betreut. Dieses Thema ließ die TSL gar nicht erst zum Problem werden. Kurzerhand erklärten sich Cornelius John und Philipp Rödel bereit, als Spielertrainer zu fungieren. Unterstützend kann TS-Kreisläufer Simon Schröck, seines Zeichens auch Trainer der Handballdamen des TV Oberwallenstadt, der Mannschaft Anweisungen geben.

Cornelius John erklärte die Lage bei der TSL ebenso: "Als wir erfahren haben, dass Uli aufhört und uns für nächste Saison vier Spieler nicht mehr zur Verfügung stehen, mussten wir uns Gedanken machen, wie es weitergeht." Da der Trainermarkt relativ dünn besetzt ist, haben Philipp Rödel und Cornelius John vorgeschlagen, die Mannschaft zu trainieren, was auch beim Abteilungsleiter gut angekommen ist. "Wir Beide sind lange genug dabei, haben fünf bis sechs Jahre lang zusammen Bezirksoberliga gespielt und möchten unsere Erfahrung an die Mannschaft weitergeben", so John.

Mit einer Prognose für das Abschneiden in der Bezirksliga hält sich das neue Trainer-Tandem der TSL relativ bedeckt: "Wir wollen uns so gut wie möglich schlagen. Uns ist natürlich bewusst, dass wir beispielsweise mit dem HC Bamberg II oder der SG Rödental II auf "gestandene" Mannschaften treffen, gegen die es definitiv nicht leicht wird. Wir lassen uns überraschen!".

Ende September/Anfang Oktober geht's los mit der TS Lichtenfels in der eingleisigen Bezirksliga.

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